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E-Zigaretten: 8 häufige Mythen im Faktencheck
26. Januar 2026 · 6 Min. Lesezeit
Über E-Zigaretten wird viel behauptet, an Stammtischen wie online. Manches stimmt, manches ist überholt, manches schlicht falsch. Wir nehmen acht der häufigsten Aussagen und sagen ehrlich, was dran ist, ohne Schönfärberei.
Mythos 1: «Dampf ist einfach Wasserdampf»
Falsch. Das Aerosol einer E-Zigarette ist kein reiner Wasserdampf. Es entsteht aus Liquid, also Propylenglykol, pflanzlichem Glycerin, Aromen und meist Nikotin. Wer behauptet, man atme nur Wasser aus, vereinfacht zu stark.
Mythos 2: «Vapen ist genauso schädlich wie Rauchen»
So pauschal nicht haltbar. Gesundheitsbehörden mehrerer Länder stufen E-Zigaretten als weniger schädlich ein als Tabakzigaretten, weil die Verbrennung und damit Teer wegfallen. Aber: weniger schädlich heisst nicht harmlos, und Langzeitdaten sind noch begrenzt. Beides gleichzusetzen ist genauso falsch wie Dampfen als unbedenklich darzustellen.
Mythos 3: «E-Zigaretten sind harmlos»
Ebenfalls falsch, nur in die andere Richtung. Ist Vapen schädlich? Risikofrei ist es nicht. Nikotin macht stark abhängig, und das Aerosol enthält Stoffe, die man nicht in der Lunge haben muss. Die ehrliche Antwort liegt zwischen den beiden Extremen: eine Option für Raucher, kein Genussmittel für Nichtraucher.
Mythos 4: «Vape-Akkus explodieren ständig»
Übertrieben. Vorfälle gab es fast immer bei losen 18650-Akkus in der Hosentasche, in Kontakt mit Münzen oder Schlüsseln. Moderne Geräte mit fest verbautem Akku und USB-C-Laden sind dafür kaum anfällig. Mit dem passenden Ladegerät und etwas Umsicht ist das Risiko gering, mehr dazu im Guide zur Akku-Sicherheit.
Mythos 5: «Mehr mg Nikotin ist immer besser»
Nein. Die richtige Stärke hängt davon ab, wie viel du vorher geraucht hast. Wer zu hoch greift, dem wird flau, wer zu tief greift, raucht nebenher weiter. Für starke Raucher sind 20 mg/ml Nikotinsalz üblich, für leichte oft weniger. Die Einordnung steht im Nikotinstärken-Guide.
Mythos 6: «E-Zigaretten machen nicht abhängig»
Falsch, sobald Nikotin im Spiel ist. Nikotin macht stark abhängig, ob aus der Zigarette oder aus der Vape. Nikotinfrei dampfen geht natürlich, aber dann fehlt eben auch die Nikotinwirkung. Wer abhängig ist, bleibt es beim Umstieg in der Regel zunächst, der Suchtstoff ändert sich nicht.
Mythos 7: «Einwegvapes sind die einzige einfache Lösung»
Das war einmal. Einwegvapes stehen in der Schweiz vor dem Auslaufen bzw. Verbot, und nachfüllbare Systeme sind heute kaum komplizierter. Ein Pod aufstecken oder einen Behälter wechseln dauert Sekunden, kostet weniger pro Zug und produziert weniger Elektroschrott.
Mythos 8: «Alle E-Zigaretten schmecken gleich»
Weit gefehlt. Zwischen Tabak, Menthol, Frucht, Dessert und Mischungen liegen Welten, und dasselbe Aroma schmeckt je nach Gerät und Coil anders. Welche Sortenfamilien es gibt, steht im Überblick zu Geschmäckern und Sorten.
Kurz zusammengefasst
- Dampf ist kein Wasserdampf, und Dampfen ist nicht risikofrei.
- Es ist nach Behörden-Einschätzung weniger schädlich als Rauchen, aber nicht harmlos, und nur für Raucher als Alternative gedacht.
- Nikotin macht abhängig, mehr mg ist nicht besser, sondern eine Frage des passenden Werts.
- Moderne Geräte sind sicherer und vielfältiger, als die alten Mythen vermuten lassen.
Stand: Januar 2026. Enthält teils Nikotin (bis 20 mg/ml), und Nikotin macht stark abhängig. Verkauf nur ab 18 Jahren. Wer nicht raucht, sollte auch nicht mit dem Dampfen anfangen. Keine medizinische Beratung.



